Grüne Socken spenden Hoffnung

LEB-Werkstätten unterstützen Kampagne gegen Eierstockkrebs

Fachanleiterin Jana Grüning

Vier Personen stricken zurzeit innerhalb der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) für die Aktion „Grüne Socke“, denn die Verantwortlichen im Werkstattprojekt Ganderkesee-Wildeshausen konnten inzwischen noch zwei Teilnehmehnde des LEB-Standortes Ofen dazugewinnen. Hintergrund ist eine Initiative des Vereins Eierstockkrebs Deutschland e.V. Dieser ruft dazu auf, für Frauen mit Eierstockkrebs grüne Socken zu fertigen, um sie in Kliniken bzw. gynäkologischen Stationen zu verteilen und auf die Erkrankung aufmerksam zu machen.

Das Motto der Initiative ist: „Mit uns bekommt ihr keine kalten Füße, sondern weitere Informationen und Hilfe rund um das Thema Eierstockkrebs!“. Im letzten Jahr wurden bundesweit über 1000 Socken weitergegeben, deren Farbe Grün als Symbol der Hoffnung dienen soll, als Trostspender und als Zeichen der Solidarität. Selbst dann, wenn persönlich bis dato vielleicht keine Berührungspunkte zu dem Thema bestanden.

Inzwischen sind schon rund 40 Sockenpaare von Ganderkesee an den Verein Eierstockkrebs Deutschland e.V. gegangen, und die nächsten Fußwärmer sind bereits in Arbeit. LEB-Fachanleiterin Jana Grüning möchte die gute Sache gerne als dauerhaftes Projekt in die Textilwerkstatt aufnehmen: „Seit 2018 läuft die Aktion ganzjährlich, sodass wir uns nun auf die Fahne schreiben, in unregelmäßigen Abständen ein Päckchen als Spende weitergeben zu können.“ Auch im Oldenburger Pius Hospital sowie dem Friederikenstift sollen Socken an betroffene Frauen weitergegeben werden.

Dabei ist 37-Jährige Ende letzten Jahres eher zufällig über eine Werbeanzeige auf die Aktion „Grüne Socke“ aufmerksam geworden. Sofort begeistert von Kampagne, setzte sie diese in ihrem Werkstattbereich um: „Ohnehin waren ein paar Teilnehmer schon vertraut mit der Materie. Für das Kinderhilfswerk Terre des Hommes haben wir bereits ein paar kuschelige Fußwärmer hergestellt.“ Nach dem Erhalt von großzügigen Wollspenden konnte das Stricken also losgehen: „Hauptsächlich nehmen wir uns die gängigen Damenschuhgrößen von 38 bis 41 vor, doch fertigen wir ebenso ein ganzes Sortiment an, sodass auch größere und kleinere Füße berücksichtigt sind.“, erklärt die Textilfachfrau.

Ob Oliv-, Smaragd-, Mint-, Neon-, oder Moosgrün – das gesamte Farbspektrum ist erlaubt, und alle Teilnehmer*innen dürfen eine kreative persönliche Note einbringen. Wesentlich ist ausschließlich die Präsenz der Farbe im Endprodukt - ob nun die ganze Socke grün ist, oder nur ab und zu ein Fünkchen Hellgrün bei einer rot-violetten Ringelsocke durchschimmert. „Auf der Website der Initiatoren sind sogar passende Sockenbanderolen für die fertigen Exemplare zum Ausdrucken bereitgestellt, welche mit einer persönlichen Grußnotiz noch zusätzlich wärmende Worte spenden können.“, freut sich Grüning.

Aus der Werkstattpraxis kennt die LEB-Anleiterin allerdings ein besonderes Problem: Die Ferse ist für Anfänger*innen beim Stricken oft ein schier unüberwindliches Hindernis. Aber auch dafür hat die gelernte Modedesignerin bereits die Lösung: Eine Anleitung für bequeme Spiralsocken - ohne Ferse. „Und nach einem Paar Spiralsocken traut sich auch meist jeder Strickeinsteiger, es mit der Ferse aufzunehmen…“


Es gibt auch einen Bericht auf NWZ online.

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